Freitag, 3. März 2017

Was kostet Strom?

Allgemeines

(Von Luisa Schrafen)

Das Abi ist geschafft, der Plan fürs Studium steht und die erste eigene Wohnung ist so gut wie gefunden. Auf eigenen Beinen stehen mit allem was so dazu gehört. Aber mal ehrlich, wie gut wurdet ihr in der Schule auf den eigenständigen Alltag vorbereitet? Ich muss sagen, ich war erstmal etwas aufgeschmissen. Versicherung, Strom, Internet, Telefon, Kabel/DBTV, GZ und und und. So vieles an das man denken muss.

Als „armer Student“ ist man geneigt, sich immer den billigsten Anbieter auszusuchen, gerade was den Stromanbieter angeht. Aber ist billig am Ende wirklich günstiger? Gemeinsam mit E.ON haben wir uns für euch mit dem Thema Energie und Strom auseinandergesetzt und hilfreiche Infos zusammengefasst.

 

Woher kommt der Strom eigentlich? 

 

Der Strom kommt aus der Steckdose. Klar, egal wo, egal wann! Stimmt, aber nur zum Teil. Der Strompreis setzt sich aus Netzentgelten, Umlagen, Steuern und den Kosten der Beschaffung zusammen.

 

Netzentgelte

 

Was sind denn Netzentgelte? Vergleichbar sind sie mit der Mautgebühr für Autobahnen. Wer die Strecke nutzt, zahlt Gebühren. Ähnlich ist es bei den Netzentgelten. Die Betreiber dieser Netze verlangen für den Betrieb Entgelte. Und diese sind vor allem durch den Ausbau erneuerbarer Energien und deren Anschluss an die Netze stark gestiegen. Die hohen Kosten, die mittlerweile rund 27 Prozent ausmachen, werden von den Netzbetreibern festgelegt und von der Bundesnetzagentur genehmigt. Energieanbieter geben diese an die Stromkunden weiter.

Umlagen, Steuern und Abgaben

 

Ein weiterer großer Kostenbestandteil, der mittlerweile rund 50 Prozent ausmacht, besteht aus Umlagen, Steuern und Abgaben. Und davon gibt es einige! Um eine langfristig sichere und grüne Energieversorgung zu garantieren – was insbesondere uns als junge Generation wichtig sein sollte –, setzt Deutschland auf die Energiewende. Kosten die dafür anfallen sind die Umlagen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) und dem KWKG (Kraft-Wärme-Kopplung-Gesetz). Sie dienen vor allem dazu, umweltschonend erzeugte Energie zu fördern. Doch auch diese Investitionen tragen  die Verbraucher, die diesen Ausbau über den Strompreis finanzieren.

 

Neben diesen Umlagen gibt es noch die Stromsteuer (die sogenannte Ökosteuer), Konzessionsabgaben und die allseits bekannte Mehrwertsteuer.

 

Was bleibt, sind nur noch rund 23 Prozent, die an Strombeschaffung, Service und Vertrieb gehen. Und über diesen Anteil entscheidet sich, was die Energieanbieter ihren Kunden an Leistungen und Service bieten – oder eben auch nicht.

Obacht bei Billiganbietern!

 

Anbieter, die Kunden mit wirtschaftlich nicht tragfähigen Kampfpreisen locken und ein Schneeballsystem aufbauen, das irgendwann in sich zusammenfällt sind Billiganbieter!

 

Wer sich im Internet umschaut, stößt recht schnell auf eine Flut von Beschwerden über sogenannte Billiganbieter. Daher Vorsicht! Selbst wenn zunächst alles glatt läuft, kann am Ende das böse Erwachen folgen, denn immer mehr Discountanbieter verstecken zusätzliche Kosten in komplizierten Klauseln im Kleingedruckten. Und mal ehrlich, wer von euch liest schon das Kleingedruckte?

 

Hier mal zwei Tricks, auf die ihr nicht hereinfallen solltet.

Trick 1: Den versprochenen Bonus am Ende nur teilweise oder sogar gar nicht auszubezahlen. Damit ist der Tarif am Ende viel teurer als bei seriösen Anbietern, die ihre Preise fair und transparent gestalten – und nicht mit Preisdumping locken.

(Hier findet ihr ein Audio-Interview zum Thema: http://www.presseportal.de/pm/109984/3472282 )

 

Trick 2: Getarnt als Werbebriefe, wird über versteckte Preiserhöhungen informiert, damit Kunden die wichtige Information überlesen und glauben, noch immer beim günstigsten Anbieter zu sein (mehr Infos findet ihr auch im Stern-Artikel: http://www.stern.de/wirtschaft/news/stromanbieter-wechseln–die-tricks-der-billigstromanbieter-7145056.html)

 

Worauf solltet ihr achten? Seriosität, Sicherheit und Zusatzleistungen

 

Diese 6 Aspekte helfen euch einen seriösen und sicheren Anbieter zu finden:

 

  • Fair und transparent

Als Kunde solltet ihr wissen, was ihr am Ende zahlen müsst. Achtet daher darauf, dass der Preis fair ist. Die Kostenbestandteile stehen versteckt im Kleingedruckten? Die Tarifstruktur ist undurchsichtig? Ihr werdet zur Vorauskasse gebeten? Die Preise sind auffällig günstig? Obacht, hier stimmt etwas nicht!

 

  • Sicherheit

Wichtig ist einen starken und bekannten Energieanbieter zu favorisieren, der eine zuverlässige und sichere Versorgung garantieren kann. Vorsicht vor Discountanbietern, spart euch den Stress und Ärger!

 

  • Individueller Service

Wie sieht es mit dem Service und der individuellen Beratung aus? Ob telefonisch, schriftlich, oder lieber über Facebook und Chat – ihr solltet über den Kanal betreut werden, bei dem ihr euch wohl fühlt.

 

  • Innovativ und nachhaltig

Achtet auf Versorger, die an Energielösungen für morgen arbeiten. Wer nicht nur Strom, sondern auch Solaranlagen, Stromspeicher, Elektromobilitätskonzepte, KWK-Anlagen und Brennstoffzellen anbieten kann, hat die Energiezukunft in Blick.

 

  • Zusatzservices

Tarife mit langfristiger Preisgarantie? 100 Prozent Ökostrom? Oder attraktive Versicherungen und Schutzbriefe obendrauf? Hier und da gibt es interessante Extras, die ihr beim Tarif mit dazubekommen. Der Vorteil: Alles aus einer Hand und im Paket ist oftmals günstiger.

 

  • Praktische Onlinefeatures

Ihr wollt eure Rechnung online einsehen oder Zählerstände selbst eingeben? Bei größeren Anbietern ist das längst Standard – ohne Mehrkosten! Einige bieten sogar noch mehr und helfen, den Energiehaushalt zu optimieren und Nachzahlungen zu vermeiden. Das ist nicht nur praktisch, sondern spart am Ende bares Geld!

 

Also:

 

Auf den richtigen Energieanbieter zu setzen, ist einfacher als gedacht – wenn ihr ein paar Dinge beachtet. Gute Gründe für E.ON – hier erfahrt ihr mehr: www.eon.de/gutegruende.

Bildnachweis: E.ON

 

 

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